Neue Asthma-Leitlinie veröffentlicht

Die seit langem angekündigte, neue Sk2-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma bronchiale wurde im November veröffentlicht. Sie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Atemwegsliga.

Die neue Leitlinie ist eine Aktualisierung und Neufassung der bisher bestehenden Asthma-Leitlinie und löst diese bisher gültige Version aus dem Jahr 2006 ab. Nötig war eine Überarbeitung aufgrund zahlreicher neuer Erkenntnisse zur Diagnose und Therapie von Asthma, wie zum Beispiel:

  • die Entwicklung neuer Asthma-Medikamente und Therapieoptionen,
  • die Charakterisierung von verschiedenen Erscheinungsformen des Asthmas,
  • die Einteilung von Asthma in Schweregrade,
  • der Aufbau von Stufenplänen.

Aktuelle und evidenzbasierte Empfehlungen

Die Leitlinie gibt allen behandelnden Ärztinnen und Ärzten aktuelle, evidenzbasierte diagnostische und therapeutische Empfehlungen an die Hand, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene mit Asthma. So soll die Behandlung von Asthma künftig individueller und flexibler gestaltet werden können.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) betont, dass Asthma weiterhin eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland ist und große volkswirtschaftliche Bedeutung hat. Auch deshalb sei eine Aktualisierung der alten Leitlinie dringend notwendig gewesen.

Über den Inhalt der neuen Asthma-Leitlinie hatten wir im Mai bereits berichtet: Neue Asthma-Leitlinie in Sicht

Auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) kann die neue S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma eingesehen und heruntergeladen werden: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/020-009.html


Quelle:

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP): Neue Asthma-Leitlinie veröffentlicht. Pressemeldung vom 24.11.2017


Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung aus dem Lungeninformationsdienst, einem Angebot des Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt übernommen.

2018-11-13T10:17:22+00:0014. Dezember 2017|Forschung aktuell|0 Kommentare

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